12. März 2026
Frühling in der TCM: Holz-Element & Leber-Meridian im Gleichgewicht

Frühling in der TCM: Wie du die aufsteigende Energie des Holz-Elements hältst und dabei geerdet bleibst
Anfang März zeigt sich der Frühling aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits in seiner ganzen Kraft. Die ersten Knospen öffnen sich, die Tage werden länger, das Licht kehrt zurück. Vielleicht spürst du es schon: mehr Unruhe, mehr Tatendrang, den Wunsch, endlich anzufangen.
Das ist das Holz-Element.
In der TCM beginnt der Frühling bereits Anfang Februar, wenn die Natur sich langsam auf das Wachstum vorbereitet. Jetzt, Anfang März, ist diese Energie deutlich spürbar. Das Holz-Element erwacht, der Leber-Meridian wird aktiv und die Energie steigt nach oben. Dieser Artikel zeigt dir, was das Holz-Element bedeutet, wie sich die Frühlingsenergie in deinem Körper zeigt und wie du mit Yin Yoga, Ernährung, Akupressur und energetischer Arbeit die aufsteigende Energie halten kannst, ohne davon überflutet zu werden.
Das Holz-Element: Wachstum und Neubeginn
In der TCM gibt es fünf Elemente: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jedes Element ist einer Jahreszeit, bestimmten Organen, Emotionen und Qualitäten zugeordnet. Das Holz-Element gehört zum Frühling und steht für Wachstum, Bewegung, Neubeginn, Expansion, Flexibilität und Kreativität.
Die zugeordneten Organe sind Leber und Gallenblase. Die zugeordnete Emotion ist Wut, wenn das Holz-Element im Ungleichgewicht ist, oder Kreativität und Entschlossenheit, wenn es im Gleichgewicht ist. Diese Zuordnung ist nicht willkürlich, sie spiegelt wider, wie die Natur im Frühling wirkt: kraftvoll nach oben strebend, manchmal ungeduldig, immer im Wunsch nach Ausdruck.
Der Leber-Meridian im Frühling: Freier Fluss oder Stagnation
Wenn die Frühlingsenergie zu stark ist oder der Leber-Meridian blockiert ist, zeigt sich das auf verschiedenen Ebenen. Körperlich können Kopfschmerzen auftreten, besonders an den Schläfen, Verspannungen im Nacken und in den Schultern, Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Verstopfung, Menstruationsbeschwerden oder Augenbeschwerden. Emotional zeigt sich die Stagnation oft als Gereiztheit, Ungeduld, Wut, Frustration oder das Gefühl, nicht vorwärtszukommen.
Energetisch spürst du vielleicht Unruhe, inneren Druck, das Gefühl, explodieren zu wollen, oder Schlafstörungen, besonders zwischen 1 und 3 Uhr nachts, der Zeit des Leber-Meridians. Wenn du mehrere dieser Symptome bei dir erkennst, ist dein Holz-Element aus dem Gleichgewicht und sucht nach Raum, nach Ausdruck, nach einem Weg nach oben.
Fünf Wege, die Frühlingsenergie zu erden
Yin Yoga: Den Leber-Meridian dehnen und dem Körper Zeit geben
Yin Yoga ist gerade im Frühling besonders wirkungsvoll, weil es die Meridiane sanft dehnt und dem Körper Zeit gibt, die aufsteigende Energie zu integrieren. Positionen, die die Beininnenseiten dehnen, wie der Schmetterling, der Frosch oder die weite Grätsche, öffnen den Leber-Meridian. Du gehst in eine Position und bleibst dort, 3 bis 5 Minuten lang, ohne Bewegung, ohne Ziel, in Hingabe.
Dein Nervensystem schaltet auf Parasympathikus, die Faszien geben nach und die Energie findet ihren Weg. Yin Yoga im Frühling ist Erdung für Wachstum, ein sanftes Halten der aufsteigenden Kraft, damit sie nicht überrollt, sondern trägt.
Akupressur: Drei Punkte für den freien Fluss des Leber-Qi
Bestimmte Akupressurpunkte unterstützen den freien Fluss des Leber-Qi und können bei Stagnation Erleichterung bringen.
Leber 3 (LE 3), auch "Tai Chong" oder "Großer Strom" genannt, liegt auf dem Fußrücken, zwischen der ersten und zweiten Zehe, etwa zwei Fingerbreit nach oben. Dieser Punkt beruhigt Leber-Qi, löst Stagnation und reduziert Kopfschmerzen und Gereiztheit. Du kannst ihn 1 bis 2 Minuten sanft drücken, besonders bei Kopfschmerzen oder Wut.
Gallenblase 34 (GB 34), "Yang Ling Quan" oder "Quelle am Yang-Hügel", liegt an der Außenseite des Unterschenkels, unterhalb des Kniegelenks, in einer Vertiefung. Dieser Punkt entspannt Sehnen und Muskeln, löst Verspannungen und unterstützt Entscheidungskraft. Du kannst ihn 1 bis 2 Minuten kreisend massieren.
Perikard 6 (PE 6), "Nei Guan" oder "Inneres Tor", liegt an der Innenseite des Unterarms, drei Fingerbreit oberhalb der Handgelenksfalte, zwischen den Sehnen. Dieser Punkt beruhigt das Herz, reduziert Stress und hilft bei Übelkeit. Du kannst ihn 1 bis 2 Minuten sanft drücken.

Energetische Arbeit: Holz-Element auf allen Ebenen ins Gleichgewicht bringen
In meiner Arbeit arbeite ich hauptsächlich im und über die Energiekörper. Ich nutze Wissen aus TCM, Naturheilkunde, schamanischen und energetischen Methoden. Im Frühling arbeite ich besonders mit dem Holz-Element, auf der körperlichen Ebene durch Akupressur, Massage, Yin Yoga und Atemarbeit, um den Leber-Meridian zu stärken.
Auf der energetischen Ebene arbeite ich mit dem freien Fluss des Qi, öffne blockierte Meridiane und bringe das Holz-Element ins Gleichgewicht. Auf der seelischen Ebene unterstütze ich dich, alte Wut oder Frustration loszulassen und Raum für Kreativität und Neubeginn zu schaffen. Auf der universellen Ebene verbinde ich dich mit dem natürlichen Rhythmus des Frühlings, damit dein inneres Wachstum im Einklang mit der Natur geschieht.
Ernährung: Grün, frisch, sauer und leicht
Aus Sicht der TCM unterstützen bestimmte Lebensmittel das Holz-Element. Grüne Lebensmittel wie Spinat, Mangold, Rucola, Löwenzahn, Brennnessel und Kräuter nähren das Holz-Element und unterstützen die Leber. Frische, leichte Nahrung wie Sprossen, junges Gemüse und Salate bringen Leichtigkeit in den Körper.
Der saure Geschmack, in Maßen, unterstützt die Leber: Zitrone, Essig, fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi. Gleichzeitig ist es hilfreich, schwere, fettige, frittierte Lebensmittel zu reduzieren und auch mit Alkohol achtsam zu sein, weil er die Leber belastet.
Bewegung: Fließend, flexibel und in der Natur
Das Holz-Element liebt Bewegung. Gleichzeitig darf die Bewegung fließend sein, damit die Energie zirkulieren kann. Yoga, Tai Chi, Qigong, Spazierengehen in der Natur, all das unterstützt den freien Fluss des Leber-Qi. Es geht nicht um Leistung, sondern um Fluss, um das sanfte Öffnen der Bahnen, durch die die Energie fließen möchte.
Wachstum braucht Wurzeln
Der Frühling bringt Wachstum. Das Holz-Element erwacht und die Energie steigt nach oben. Gleichzeitig brauchst du Wurzeln, damit die aufsteigende Energie einen sicheren Boden hat. Yin Yoga, Akupressur, energetische Arbeit, Ernährung und Bewegung unterstützen dich, die Frühlingsenergie zu halten, ohne davon überflutet zu werden.
Der Frühling beginnt im Körper. Spürst du ihn schon?
Wenn du Unterstützung möchtest, um die Frühlingsenergie zu erden und das Holz-Element ins Gleichgewicht zu bringen, begleite ich dich gern in meiner Praxis in Satrup. Durch Kahi Life Coaching, Yin Yoga, Massage, Klangarbeit, R.E.S.E.T. oder Dauerohrakupressur (Ear Seeds) finden wir gemeinsam den Weg, der gerade für dich passt. Mehr Informationen und Termine findest du auf www.schleiklang.de.
Herzlichst, Deine Christina Lara'Ana 🫶🏼
Schöne Seite, sieht gut aus .
Herzlichen Dank, Max. 🫶🏼 Viel Spaß beim umschauen.